Green IT – nicht nur eine Marketingstrategie

Die Themen Energie und Stromverbrauch haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Gerade im IT-Bereich wächst der Stromverbrauch markant. Gemäss neueren Studien werden die Ausgaben für Kühlung und Strom in wenigen Jahren die Kosten für die Infrastruktur übersteigen. Diese Entwicklung ist gerade für deutsche Unternehmen wichtig, da sie sich immer mehr auf den IT- orientierten Dienstleistungssektor stützt.

Aus Kostengründen wie auch aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes drängt sich die Suche nach innovativen, systemübergreifenden Lösungen auf.

Weltweit hat sich der Energiebedarf für Server zwischen den Jahren 2000 und 2010 verdreifacht.

Gemäß Studien verbrauchen Serverräume und Rechenzentren mehr als die Hälfte der Energie für Kühlung, Stromübertragung und – transformation. Nur  eringer Teil des Stromverbrauchs wird wirklich von den Zentraleinheiten, der Speicher sowie von den Kommunikationseinheiten beansprucht.

Sparmöglichkeiten sehen Experten auf allen Ebenen: angefangen bei der Gestaltung der Businessprozesse und der dazu eingesetzten Software über die zu deren Betrieb notwendigen Prozessoren und Hardwaresysteme bis zur Auswahl der Komponenten für Kühlung und Stromversorgung. Die sichere Stromversorgung könnte man effizienter gestalten, und auch durch sparsamere Prozessoren ließe sich viel gewinnen, verbringen diese doch bei vielen Anwendungen die meiste Zeit mit Warten. Ausschließlich jene Leistung zur Verfügung zu stellen, die auch wirklich gebraucht wird, birgt große Potenziale.

Aber: Es fehlt bei den meisten Entscheidungsträgern entlang der Wertschöpfungskette von IT Unternehmen nach wie vor an Wissen um Effizienzlösungen und deren betriebswirtschaftliche Vorteile. Ausserdem haben sich die Entscheidungskriterien und Anreizmechanismen bei den Herstellern, Planern und Betreibern von betriebsinternen Serverräumen noch nicht an die sich verändernden Rahmenbedingungen (Energiepreise, politische Programme zur Steigerung der Energieeffizienz usw.) angepasst.

Kaum bewusst ist Unternehmen, das alleine der Betrieb eines durchschnittlichen Servers schnell mehr als 50 Euro Kosten für Energie und Infrastruktur verursacht. Gerade der Betrieb im eigenen Serverraum, der selten energieeffizient ausgelegt ist, birgt bei stetig steigenden Kosten für Energie und Beschaffung ein hohes Kostenrisiko.

Die Auslagerung von Serversystemen in energieeffiziente – externe – Rechenzentren kann helfen sowohl dem Kostengedanken Rechnung zu tragen als auch aktiv den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Findet sich in diesem Zusammenhang sogar ein Rechenzentrum das ausschließlich mit Ökostrom betrieben wird – arbeiten die Server gänzlich klimaneutral.

Und letztendlich ist ein energieeffizienter Betrieb der eigenen IT in der heutigen Zeit sogar ein Mehrwert für die eigene Markendarstellung – Atomstrom ist out – CO2 neutral in.

Über TAltemeier

Gründete 1997 die VegaSystems und studierte berufsbegleitend Wirtschaftsinformatik. Technisches Spielkind der ersten Stunde und sehr kommunikationsfreudig.

Kommentar verfassen